Geschichte

1921 - 1945

1921

Am 04. Oktober gründete sich der Fußballclub „Wacker 21″ in Panschwitz unter beachtenswerter Teilnahme. Der erste Vorsitzende war Walther Wels. Das erste Spiel, das im Kamenzer Tageblatt Erwähnung fand, fand am 30. Oktober in Kamenz auf dem Kasernenhof gegen die 3. Mannschaft vom VfB Kamenz statt. Das Ergebnis wurde leider nicht veröffentlicht.

Aus Erinnerungen von Herrn Ernst Micklich, der zu den ersten Fußballern gehörte: „Bald nach dem l. Weltkrieg begannen wir mit Fußballsport. Da noch kein Sportplatz vorhanden war, spielten wir in der Lippe (Park am Kloster), auf Stoppelfeldern und Wiesen. Bei Birus  in Kamenz wurde der l. Ball gekauft, den wir an der Kuckauer Schanze aufgepumpt haben. Fast alle Jungs spielten in alten Soldatenschuhen, diese waren hoch und fest. Richtige Fußballschuhe kannten wir anfangs noch nicht. Nach einiger Zeit fanden die ersten Vergleiche mit anderen Mannschaften statt. Gut erinnern kann ich mich an die Spiele gegen Kamenz, Uhyst und Bernsdorf. Überall fuhren wir mit dem Fahrrad hin.“ (1986 befragt anlässlich der Ausstellung zur Vereinsgeschichte 1996)

1922

Am 07. Mai wurde der Fußballverein sportlich das zweite mal im Kamenzer Tageblatt erwähnt. Die Mannschaft fuhr nach Deutschbaselitz, um gegen die dortige 1. Mannschaft vom „Sturm“ Deutschbaselitz in einem Kranzspiel anzutreten. 

Am 30.September wurde der Turnverein in Panschwitz mit 26 Mitgliedern gegründet. Erster Vorsitzender war Herr Schmiedemeister Max Weise. Die Sportler trainierten auf dem Saal der Panschwitzer Gaststätte, bei welchem 1925 die Decke höher gesetzt wurde. Dadurch konnte auch am Hochreck geübt werden. Jeden zweiten Oktobersonntag im Jahr fand das Turnfest statt. Enge Verbindungen gab es zu den Turnvereinen Kamenz (1846 gegründet), Elstra (1865), Gersdorf (1890) und Rauschwitz (1913).           

Schon einen Monat später, am 04. November folgte ein längerer Artikel über den Turnverein in der Zeitung. 

Reges Leben entwickelte der neu gegründete hiesige Turnverein. In der letzten Sitzung wurde die Vereinsleitung gewählt.

  • Vorsitzender:  Schmiedemeister Weise
  • Stellvertreter:  Stellmachermeister Ansorge
  • Schriftführer:  Postschaffner Lehmann
  • Turnwart:  der Gauturnwart Sekretär Felgner
  • Werbewart:  Bäckermeister Berger und F. Böhme
1923

Am 11. Februar informierte das Kamenzer Tageblatt die Leser über die in diesem Jahr stattfindenden Turnveranstaltungen. Dabei war auch die Vorankündigung eines Gausport- und Spielfestes, welches am 09. September in Panschwitz stattfinden sollte.

Am 08. Juli wurde in Panschwitz eine Abteilung des sorbischen Sportvereins „Sokol“ gegründet. Als erster Ältester wird Herr Franz Natusch gewählt. Diese Abteilung war die achte von insgesamt 20 in der weiteren Umgebung und gehörte zum so genannten „Wesentlichen Kreis“. Zu diesem zählten ebenfalls die Sokol – Einheiten bzw. Gruppen in Dreikretscham, Crostwitz, Nebelschütz und Ostro.

Am 17. Juli fand im Gasthof in Panschwitz eine Protestversammlung statt.  

Aus Interesselosigkeit und Klassenunterschied sollte der Verein aufgelöst werden.

Jugendleiter Wels ergriff das Wort und erläuterte die verschiedenen Punkte, die zur sofortigen Auflösung der Sportvereinigung führen.

25 Mitglieder forderten die Wiederherstellung der 1921 gegründeten Wackerelf. Unter lautem Beifall wurde der alte Wackerverein zu neuem Leben ausgerufen und ein neuer Vorstand gewählt. Es wurde beschlossen, in den Deutschen Turnverband einzutreten und am 19. August ein Sportfest zu veranstalten.

Am 19. August 1923 fand das Sportfest mit leichtathletischen Wettkämpfen und einem Diplomwettspiel im Fußball statt. 

Im September 1923 wurden einige Artikel über ein Gausportfest in Panschwitz veröffentlicht. Dieses Fest fand am 09. September statt. Als besonderer Gast konnte der erste sächsische Kreisvertreter Dr. Thiemer aus Dresden begrüßt werden.

Am 21. Oktober wurde wieder über den Fußballsport berichtet. Die l. Jugendmannschaft trat gegen die l. Jugendmannschaft vom VfB Kamenz an. Das Ergebnis wurde nicht bekannt gegeben. Eine Woche vorher hatte die l. Mannschaft gegen die 2. Mannschaft vom VfB mit 5:0 verloren.

1924

Am 12. und 13. Juli fand in Friedersdorf das 20. Gauturnfest des 2. Nördl. Oberlausitzer Turmgaues statt. Im Sechskampf für kleinste und jüngste Landvereine hat Max Lehmann aus Panschwitz mit 91 Punkten gewonnen.

Am 23. September veranstalteten alle Einheiten das alljährliche Sportfest in Panschwitz. Herr Franz Natusch leitete lange Zeit die Gruppe, welche regelmäßig auf dem Saal der Höfleiner Gaststätte trainierte.

Im November war im Kamenzer Tageblatt zu lesen:                        

Einen wohlgelungenen Abend hatte der Turnverein zu Panschwitz am 26. November im Gasthof veranstaltet, indem er sein 2. Stiftungsfest in festlicher Art und Weise beging. In dem sinnig turnerisch geschmückten Saale hatte sich eine zahllose Festversammlung eingefunden. Leere Plätze gab es nicht mehr. Nach einleitenden Musiksätzen und eines durch einen Turner vorgetragenen längeren Festspruches entbot der Vereinvorsitzende Weise den Anwesenden ein herzliches Willkommen. Die einstige Gründungszahl von 20 jungen Leuten ist jetzt beinahe auf 100 Mitglieder gestiegen. Nun begannen flotte Turndarbietungen, so am Stützreck, Stützbarren, Hochbarren, Freiübungen und Gruppenstellungen. Es zeigte sich des öfteren, dass Turnwart Felgner seine Leute sehr gut in Schwung hat. Die Turnerinnen des Turnvereins Kamenz boten unter Leitung ihres Turnwartes Feßner Keulenübungen, Barrenturnen, Volkstänze und Freiübungen. Sie ernteten stets rauschenden Beifall. Am Pferd führten sie staunenswerte Übungen aus. Dem Vortrag eines Gedichtes „Ruf der Jugend“ durch einen jüngeren Turner schenkte man große Aufmerksamkeit. Der folgende Ball bildete nun den äußerst gemütlichen Teil des Stiftfestes.

1926

Am 10. Januar 1926 schrieb das Kamenzer Tageblatt, dass der l. Bezirk des 2. N.O.L. Turngaues (D.T.), XIV. Turnkreis, im Saale des Gasthofes Panschwitz ein Bühnenschauturnen abgehalten hat.

Am Sonntag, den 03. Januar, fand in Panschwitz ein Bühnenschauturnen statt. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, nicht nur von Turnern, auch von der Einwohnerschaft. Die Vereine Kamenz, Wiesa, Elstra, Burkau, Gelenau und Panschwitz zeigten Freiübungen, Turnen am Pferd, Stabübungen, Turnen am Hochbarren, Reck- und Steigerungsübungen, Volkstänze und Reigen mit großer Gewandtheit in 17 Programmnummern. Die Turner und Turnerinnen hatten sich gut vorbereitet. Sie ernteten regen Beifall. 

Oberturnwart Feigner, Panschwitz

Am 09. September war im Kamenzer Tageblatt zu lesen

Auf Wunsch eines großen Teiles der Eltern veranstaltete der Turnverein Panschwitz, DT., auch dieses Jahr ein Sommer- und Kinderfest, und recht groß war die Zahl der Kinder, die sich an dieser kleinen Veranstaltung beteiligten….“

Am 19. September fanden in Rauschwitz die Reichsjugendwettkämpfe der Turnvereine Kamenz, Wiesa, Elstra, Panschwitz und Rauschwitz statt. Im Sechskampf siegte Albert Mittag mit 83,6 Punkten.

Am 19. November schreibt das Kamenzer Tageblatt über den Turnverein: 

Am letzten Sonntag feierte der hiesige Turnverein (D.T.) sein 4. Stiftungsfest… Ein kleines Tänzchen hielt alle Turnbrüder und Turnfreunde noch eine lange Zeit beisammen und 13 neue

1927

Am 05. Februar wurde im Kamenzer Tageblatt zum 5. Stiftungsfest des Turnvereins eingeladen und am 08. Februar ausführlich darüber berichtet.

Die Panschwitzer Gruppe feierte am 13.02. ihr 5. Stiftungsfest in Panschwitz. Obgleich das Wendentum sehr zu ringen hat, war dieses Sokolfest gut besucht. Vielleicht dürfen wir das als ein gutes Zeichen für die Ausbreitung und Festigung des guten Sokolnamens und für die werbenden Kräfte der Sokolidee auffassen. Die Jeßnitzer Besada spielte ein großes Theaterstück: „Die Macht des Glaubens“. Daran schloss sich das Sokolprogramm: In zwei Abteilungen turnten die Sokolleute der Panschwitzer Gruppe mit Hilfe der Brüder des Turnkreises unter der Leitung des Gruppenturnwarts Katzer. In zwei Abteilungen wurden Turnübungen am Reck und Barren, Gruppen am Barren und gemeinsame Freiübungen dargeboten. Die Leute konnten sich nicht genug wundern, was die wendischen Sokolleute alles fertig bringen. Das ganze Fest und besonders das Turnen haben den besten Eindruck hinterlassen. 

(Archiv sorb. Institut BZ MXS XXt 2E)

Im Juli fand in Lückersdorf die Turnplatzweihe statt. Auch der Turnverein Panschwitz nahm an den Riegenwertungskämpfen teil. Mit 30 Punkten wurde der 8. Platz am Barren belegt.

Die Siegerliste wurde am 24. August veröffentlicht.

1928

Am 05. September wurde vom Sommerfest berichtet, dass der Turnverein wieder organisiert hat. Gefeiert wurde auf dem Festplatz an der Kuckauer Schanze.

1930

Neben der neuen Jugendherberge wurde ein Sportplatz gebaut. Trainer war Max Lehmann aus Crostwitz. Bald darauf gab es die l. und 2. Männermannschaft und einige Zeit später auch die   Kindervertretung und die Jugendvertretung.

Am 21. Januar berichtete das Kamenzer Tageblatt vom 7. Stiftungsfest des Turnvereins. In diesem Artikel wird schon vom Sportplatz als „Turnplatz“ geschrieben.

Am 30. Juni berichtete das Kamenzer Tageblatt Nr. 149:

Turnplatzweihe und Bezirksturnfest in Panschwitz im Juni. 

Vom herrlichsten Wetter begünstigt, fand am Sonnabend und Sonntag die Turnplatzweihe des Turnvereines Panschwitz, verbunden mit dem Probeturnen des 5. Bezirks Kamenz vom Meißner-Hochland-Turmgau, statt. Sonnenschein umflutete das nicht alltägliche, festliche Leben vor der Jugendherberge St. Marienstern. Reicher Flaggenschmuck im Dorfe, Girlanden, Schmuck der Häuser begleiteten den Festzug der etwa 400 Turner und Turnerinnen. Keine feindlichen Gesichter waren zu sehen, fühlen sich doch Wenden und Deutsche eins, ungeschadet ihrer kulturellen Eigenheiten. Im Klosterhof – ein kurzes Gedenken unseren tapferen Brüdern im Rheinland anlässlich ihrer Befreiung. Dann ging es mit Musik und fliegenden Fahnen dem neuen Turnplatze zu. Die Weihe wurde von Gesängen des Panschwitzer Gesangsvereins würdig umrahmt. Als Vereinsvorsitzender richtete Herr Felgner herzliche Begrüßungsworte an alle Erschienenen, unter ihnen Herr Amtshauptmann Dr. von Zobel, Herr Regierungsrat Dr. Merzdorf sowie der Ehrengauvertreter Herr Stadtrat Reißmann. In seiner durchdachten Rede weihte Gauvertreter Hellriegel aus Schmölln den Platz. Hinweisend auf die Vorbereitungen zur Heerschau der sächsischen Turnerschaft erinnerte er an die leuchtenden Stunden vergangener Turnfeste. Mann müsse zurückgeben zu Jahn, um das Turnen als Mittel der Stärkung des Heimatgefühls zu empfinden. Gleichzeitig überbrachte er die Glückwünsche des Turnkreises Sachsen und des Meißner-Hochland-Gaues. Herr Amtshauptmann Dr. von Zobel übermittelte dieselben im Namen der Kreis- und Amtshauptmannschaft. Er begrüßte das Turnen als Ersatz der allgemeinen Wehrpflicht. Die anschließend gebotenen turnerischen Darbietungen fanden uneingeschränkte Anerkennung bei allen Anwesenden. Am Sonnabend Nachmittag und Sonntagvormittag hatten Wettkämpfe stattgefunden, deren Ergebnisse in der durch Bezirksoberturnwart Feßner – Kamenz – vorgenommenen feierlichen Siegerverkündung mit der Überreichung schlichter Eichenkränze zum Ausdruck kamen. Für den Turnverein Panschwitz belegte im 12-Kampf der Turner Mosinsky den 7. Platz.

1931

In diesem Jahr verband sich der Turnverein mit den Fußballern, die seither eine eigene Spielabteilung darstellten. 

Herr Walther Wels gab den Vereinsvorsitz nach 10-jähriger Tätigkeit an Herrn Max Weise ab, der diese Funktion bis 1935 ausübte. 

1932

Damals bestritten die Fußballer nicht nur Punktspiele, sondern auch Pokal- und Werbespiele, die besonders gut bei Übergaben neuer Sportplätze besucht waren, wie z.B. am 01.Mai in Großgrabe am 07.August in Elstra und noch im gleichen Jahr in Gottschdorf. Ehrenurkunden, Diplome und Siegerkränze gab es für Spiele zur Kirmes. Nicht selten waren 40 Spiele in einer Saison.

Gute Kritiken als Schiedsrichter bekamen Georg Selnack, Alfred Ansorge und Johannes Zuschke.

Am 04. Dezember wurde der Schiedsrichterverein in Bischofswerda gegründet, welcher unter anderem Fortbildungen anbot. Für den Referee gab es pro Spiel 50 Pfennig.

Mit dem 1-2-3-5-System für die Grundaufstellung der Fußballmannschaften, d.h. Mit bis zu fünf Stürmern, wurden viele Tore geschossen. In Rammenau gewannen die Panschwitzer mit 7:2 und eine Woche darauf erzielten sie in Elstra einen Gleichstand von 5:5, obwohl es eine Viertelstunde zuvor noch 5:2 für den Gastgeber stand. Die etwa 200 Zuschauer waren in guter Stimmung.

Gleich bei den ersten Punktespielen in der Saison 1931/32 wurden die Spieler Sieger in der l. Klasse und stiegen in die Meisterklasse auf.

In der Meisterklasse spielten sie 1932/33 gegen die Mannschaften: Rammenau l. und 2., Goldbach, Großharthau, Elstra, Thonberg, Krippen, Amtshainersdorf, Bad Schandau, Seeligstadt, Ottendorf und Großgrabe. Die Spieler belegten einen Platz im Mittelfeld. Die Kindermannschaft trat gegen Elstra, Rammenau, Goldbach und Bad Schandau an.

1933/34

Saison 1933/34: Einteilung in neue Spielklassen, um die große Anzahl der Punktespiele zu reduzieren. Die Gegner in der neuen Kreisklasse Staffel A für zwei Jahre waren: Burkau, Großharthau, Thonberg, Bretnig, Rammenau, Elstra, Goldbach, Seeligstadt und Räckelwitz.

1935

Durch Schwierigkeiten mit der Leitung der Jugendherberge wurde den Spielern die Nutzung des Sportplatzes erschwert und zeitweise sogar verboten. Die Folge war die Auflösung der Mannschaft im Herbst. Gute Spieler, wie Georg Herbich, Erich Hempel, Bruno Müller, Paul Mittag, Alfred und Hermann Hempel wechselten zur Thonberger Mannschaft und trugen maßgeblich zu deren Spitzenstellung bei.

1945 - 1997

1945 - 48

Über 10 Jahre war der Panschwitzer Fußball fast eingeschlafen.

Herr Johannes Lubk und auch Herr Rudolph Bergmann waren die Initiatoren von 1946 bis in die 50er Jahre für eine rasche und erfolgreiche Sportentwicklung in Panschwitz. Folgerichtig wurde Herr Johannes Lubk 1946 zum neuen Präsidenten des Sportvereins gewählt.

Herr Aloisius Kuring erinnert sich an den schwierigen Anfang nach dem Kriege:

(Interview am 18.08.2005)

„Für den Neustart der sportlichen Aktivitäten machte sich der Fleischermeister Franz Mildner mit seinen Söhnen Georg und Paul stark. Sie organisierten alles und hielten alles zusammen. Da sie im Gemeindehaus auf der Cisinskistraße wohnten, waren Sie immer auf dem Sportplatz an der Jugendherberge anzutreffen.“

Der Verein nannte sich ab nun „Sportfreunde Panschwitz“.

Frau Mildner nähte auf die Hemden der Spieler die Aufschrift „Sportfreunde Panschwitz“. Gespielt wurde mit einem Ball aus Leder, der mit Lumpen gefüllt war, meist war die Luft runter oder es wurde mit Gummibällen gespielt.

Die alten Schuhe flogen beim Fußball höher als der Ball, weil es keine Schnürsenkel oder Schnüre zum festbinden gab.

Diener Paul war Diener im Kloster und auch Schuhmacher der Jungfrauen, er hat immer unentgeltlich die Schuhe repariert.

Die ersten Fußballspieler neben Mildners waren:

  • Herr Schwan aus Höflein, er war Umsiedler und hatte nur einen Arm, spielte aber dennoch
  • Herr Günther Mittag kam später aus der Gefangenschaft dazu
  • Herr Fred Wahlicht war Umsiedler, Jurij und Fred waren zu klein (12 Jahre) und konnten noch nicht mitspielen
  • Herr Eduard Glausch
  • Herr Georg Wahlicht aus Kuckau
  • Herr Anton Schwan war Umsiedler und wohnt erst in Höflein, später in Panschwitz-Kuckau
  • Herr Paul Nowak wohnte am Kloster
  • Herr Jurij Schwan
  • Herr Benno Ziesch wohnte am Mittelweg, seine Ehefrau war Textilverkäuferin

1946 kam Herr Aloisius Kuring aus englischer Gefangenschaft zurück.

Da es wenige Männer gab, wurde Unterstützung im Nachbarort Ostro geholt: 

Herr Zyril Wetzlich als Tormann, Bulangs „Jungs“ (mehrere Familien mit dem Namen Bulang), Herr Bäcker, Herr Sauer, Herr Wowtscherk aus Kasslau (er arbeitete als Müllergeselle in Bulangs Mühle an der Ostroer Schanze und war ein sehr guter Spieler).

In der Saison 1946/47 leitete Johannes Lubk den Fußballverein und es fanden wieder öffentliche Spiele statt. Die Sportfreunde Mildner, Kuring,  Janze u.a. waren aktive Spieler.

1947 kam Johann Kuring aus der italienischen Gefangenschaft zurück. Weiter spielten mit: Herr Rudi Mütterlein aus Auschkowitz (er spielte in Gummistiefeln mit) und Herr Georg Jenke.

Als Schiedsrichter fungierte Opa Franz Mildner.

Der Sportplatz war an der Jugendherberge. Dadurch landete der Ball manchmal bei Herrn Adolf Kümpfel in den Gurken und er rief rollend: „ Meine Gurken!“ oder „Den Ball könnt ihr euch in Kamenz holen!“ Die Spieler waren jung und  übermütig und haben ihn dann auch geärgert. Herr Kümpfel hat manchmal gewartet, bis der Ball in den Garten hineinfiel und hat dann erst nach langem guten Zureden den Ball wieder herausgerückt.

Die Sachen wurden in der Umkleide, eine Blechlaube, untergelegt. Es gab auch keine Kreide, um Spielfeldlinien zu ziehen. Es gab nicht viel, das waren harte Zeiten.

Teils wurde in Crostwitz und mit den Crostwitzem zusammen gespielt.

Es gab Freundschaftsspiele an der Spree. Die Spieler fuhren mit alten LKW’s, (Herr Kuring nannte diese „alte Kricken“), zu diesen Spielen, denn kaum jemand hatte ein Fahrrad.

1948 kam Herr Johann Hitzke aus Schweinerden aus der Gefangenschaft zurück und spielte gleich mit.

1948

Herr Rudolph Bergmann übernimmt den Vorsitz im Sportverein.

1949

Im November wurde aus den „Sportfreunden Panschwitz“ der Verein  „SG  Traktor Panschwitz „. Besonders aktiv bei der Gründung war der Sportfreund Bruno Richte

1950

Im Oktober wurde laut Mitgliedsbüchern ein Gemeinschaftswechsel in die „BSG Traktor Panschwitz“ vorgenommen.

1951

Die neue Schule wurde eingeweiht. Damit war der Nachwuchs im Sportbereich gesichert. 

Im Verein wird Herr Bruno Richter zum neuen Präsidenten gewählt.

1953

Herr Aloisius Kuring heiratete und spielte nicht mehr mit.

Herr Benno Zschoch spielte erst in Deutschbaselitz und dann in Panschwitz-Kuckau,

Weitere Mitspieler: Herr Benno Mitschke aus Dürrwicknitz und Herr Alfons Kureng (Punktspiele).

1959

Herr Martin Krahl wird neuer Vereinspräsident.

1961/62

Die Fußballer bekamen Probleme, denn sie hatten keinen Torwart mehr. Da auch der Erfolg im Punktspielbetrieb der 1. Kreisklasse ausblieb, drohte der Abstieg. Da die Crostwitzer Fußballer von ähnlichen Problemen geplagt wurden, kam es zum Zusammenschluss in der BSG Traktor Panschwitz/ Crostwitz. Neuer Vereinspräsident wird Herr Gerhard Richter. 

1964

Neuer Vereinspräsident wird Herr Martin Lebsa.

1969

Herr Konrad Schneider wird neuer Vereinspräsident.

1970/71

1970/71 trennten sich die BSG Traktor Panschwitz-Kuckau wieder von der SG Crostwitz und spielte allein weiter, während in Crostwitz der Fußball für die nächsten 11 Jahre ruhte.

1972

Die Sächsische Zeitung berichtete am 30. September:

Im Ort wird die Turnhalle fertig gestellt. In der etwa 17×30 Meter großen Halle können neben Turnen auch Volleyball und Hallenhandballspiele durchgeführt werden. Den Bewohnern des zweisprachigen Gebietes bietet diese neue Sportstätte auch in den Wintermonaten gute Trainingsmöglichkeiten.

Zu DDR-Zeiten wurde der Sportverein von den FDGB–Gruppen, dem Klostergut, dem Ambulatorium und der Molkerei Lehndorf unterstützt. Der Kreisbetrieb für Landtechnik (KfL) stellte Fahrzeuge zur Absicherung des Wettkampfbetriebes zur Verfügung. Als ehrenamtliche Kraftfahrer waren besonders oft die Sportfreunde Hitzke, Zuschke, Zucker, Hanusa und Kober im Einsatz.

1973

Neuer Vereinspräsident wird Herr Wolfgang Richter.

1974

Am 04. September fand das l. Fußballspiel der BSG Traktor Panschwitz nach einer 2jährigen Pause statt.

1987

Im März wurde die l. Volleyball Mannschaft der BSG Traktor Panschwitz-Kuckau FDGB-Pokalsieger.

1990

Am 16. Dezember bekam der Sportverein den neuen Namen „SV St. Marienstern Panschwitz Kuckau e.V.“.

1992

Vom 19. – 21. Juni wurde zum zweiten Male die Johannes Kirmes – das Fest der Vereine durchgeführt. Beteiligt waren folgende Vereine: 

Kolping, Feuerwehr,Sportverein/Frauengymnastikgruppe, Anglerverein, Domowina-Ortsgruppe, Maria-Martha-Heim, Schule, Kindergarten, MC Jauer, CDU-Ortsgruppe, Gemeindeverwaltung. Wie bereits im vergangenen Jahr war das Fest wieder eine rundum gelungene Sache. Zum Gelingen des Festes hatte eine Vielzahl von Bürgern aus der Gemeinde im Rahmen der Vereine beigetragen. Sponsoren unterstützten das Fest finanziell und auch die örtlichen Handwerker trugen zum Gelingen des Festes bei. Die kulturelle Umrahmung des Festes wurde durch den Spielmannszug Oberlichtenau, den Musikverein Kleinhänchen e.V. und die Gruppe „Kadenz“ in dankenswerter Weise gewährleistet.

1996

Anlässlich des Jubiläums ,,75 Jahre Fußball in Panschwitz-Kuckau“ fand vom 15. bis 21.Juni eine Sportwoche des SV Sankt Marienstern statt. Der Sportverein hat während dieser Zeit Höhen und Tiefen erlebt, doch der Fußball hat nie an seiner Popularität verloren.

Vom 21. bis 23. Juni fand wieder die Johanneskirmes als Fest der örtlichen Vereine statt. Der Sportverein SV St. Marienstern, der Motorclub Jauer, der Pferdesportverein ..Am Klosterwasser“, der Anglerverein „St. Marienstem“, die Ortsgruppe der DOMOWINA, die FFW St. Marienstem und der Kolpingsverein richteten gemeinsam mit dem CDU-Ortsverband zum 6. Mal die Johannes-Kirmes aus. Auf dem Programm standen verschiedene Sportveranstaltungen zur passiven und aktiven Mitwirkung. Einen Höhepunkt bildete das Kinderfest am Sonnabend. Der sonntägliche Gottesdienst im Zelt auf dem Festplatz sowie der anschließende Frühschoppen mit Blasmusik waren fester Bestandteil der Kirmes.

Vom 09. bis 11. August fand das 5. Sächsische Sport- und Spielfest für Menschen mit geistiger Behinderung in Panschwitz-Kuckau statt. Die Leitung des Sportfestes hatte Herr Peter Barth. Nicht nur aus unserer Region kamen die Sportler. Sie reisten aus fast allen Bundesländern an. 533 Meldungen lagen dem Verein zur Förderung des Sportes geistig Behinderter vor.

1997

Vom 05. bis 07. September fand in Panschwitz-Kuckau das 6. Sächsische Behindertensportfest mit über 300 Aktiven auf dem Sportplatz statt. Regierungspräsident und Schirmherr Dr. Helmut. Weidelehner betonte in seiner Eröffnungsansprache: „Ihr sollt Euch messen bei Spaß, Sport und Spiel, aber die Teilnahme ist das Wichtigste“.

Am 06. und 07. September fand im Ortsteil Jauer der 10. Motocross statt. Auf dem Haneberg erlebten ca. 8500 Motorsportbegeisterte eine tolle Veranstaltung. Das Wetter war ideal und somit waren gute Bedingungen für die Aktiven gegeben.

ab 1998

1998

Seit 25 Jahren ist Herr Wolfgang Richter Vorsitzender bzw. Präsident des Sportvereins. Sein Nachfolger wird Herr Thomas Rachel. Herr Werner Schulze ist Hauptkassierer, Uwe Petasch und Günter Scharf weitere Vorstandsmitglieder.

Der Verein zählte 215 Mitglieder, davon 152 Fußballer. Am Wettkampfbetrieb beteiligten sich die l. und 2. Männermannschaft, die Alten Herren sowie die Jugend A, B, C, D sowie E. Die Jugend B spielte sogar in der Bezirksklasse. Mit 14 Mitgliedern spielte die Männerabteilung Volleyball in der Bezirksliga. Herr Christian Lippitsch war Abteilungsleiter.

Die Handballdamen spielten in der Westlausitzliga. Beatrix Heichel führte 16 Spielerinnen.

Die Abteilung Frauen-Gymnastik mit 6 Mitgliedern leitete Frau Petra Hannusa.

Weiterhin waren im Verein 17 fördernde Mitglieder.

Im Berichtszeitraum war auch einmal eine Sektion TT aktiv.

1999

Seit dem Spieljahr 1999/2000 konnte ein eigener Hartplatz benutzt werden und die Mannschaften brauchen nicht mehr nach Horka oder Thonberg zu fahren.

2001

Im Frühjahr wurden die Pappeln am Sportplatz alle gefällt, so dass die Anlieger und die Spielfelder im Herbst nicht mehr mit dem Blätterfall belästigt werden.

Dafür sorgten ab diesem Zeitpunkt 6 Flutlichtlampen, die s. g. 6 Giraffen, für gute Trainingsbedingungen.

Mitglieder ließen sich in Reihen der Turner an diesem Abend aufnehmen.

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